
Hinter dem Hexenwerk
Ich bin Morla.
Ich knüpfe aus Faden und Stein kleine Stücke einer Welt, in der aus Farben Wege und aus Schmuckstücken Kapitel werden. Und manchmal beginnt alles nur mit einem Schimmer, der im richtigen Moment sichtbar wird.
Kreativität begleitet mich schon lange. Ob mit Wolle, Garn, Perlen, Fimo, Ton oder Steinen – ich habe immer gern Dinge mit meinen eigenen Händen entstehen lassen.
Da wurden Pulswärmer, Loops, Mützen und Schals gestrickt, Kuscheltiere und kleine Schlüsselanhänger gehäkelt. Aus Fimo entstanden zum Beispiel kleine Ohrringe oder Kettenanhänger. Manchmal waren es aber auch die ganz alltäglichen Kleinigkeiten, die mich gereizt haben: selbst gehäkelte Kosmetik- und Duschpads oder Spültücher.
Was meine Hände schon alles erzählt haben …



Es ging mir nie einfach nur darum, etwas fertigzustellen. Ich mochte schon immer diesen Moment, wenn aus einem Knäuel Wolle, einem Stück Fimo oder einer Handvoll Perlen plötzlich etwas Eigenes, Zauberhaftes entsteht.
Manchmal nach einer bestimmten Idee, manchmal ganz ohne Plan.
Im Laufe der Jahre haben mir immer wieder Menschen gesagt, ich solle doch einen eigenen Laden für meine Arbeiten eröffnen. Vielleicht, weil sie darin etwas gesehen haben, das für mich lange einfach selbstverständlich war: die Freude daran, etwas zu erschaffen.
Aus dieser Freude ist Morla’s Hexenwerk gewachsen.
Heute entstehen in meiner Werkstatt handgeknüpfte Schmuckstücke aus Makramee, Schmucksteinen und vielen Gedanken. Manche gehören zu einer fortlaufenden Geschichte, haben ihren eigenen Platz in einem Kapitel und werden von Musik und Erzählungen begleitet. Andere entstehen ganz unabhängig davon – einfach, weil ein Stein, eine Farbe oder eine Idee Gestalt annehmen möchte.
Und irgendwo zwischen all den Fäden, Geschichten und kleinen Fundstücken ist schließlich Morlas Reise entstanden.
Eine Reise, deren Wege ich selbst noch nicht alle kenne.
Vielleicht ist es genau das, was ich an ihr so mag: dass nicht alles von Anfang an feststehen muss. Dass sich manches erst zeigt, wenn man sich darauf einlässt.
Schön, dass du hier bist.
Vielleicht entdecken wir unterwegs ja etwas gemeinsam.